Funkmodems für die serielle Kommunikation ermöglichen meist eine transparente Kommunikation zwischen zwei (Point to Point) und/oder mehreren Stationen (Point to Multipoint). Abhängig  von Hersteller und Modell können auch einfache Netze aufgebaut werden.  Im Allgemeinen stehe die Schnittstellen RS232, RS422 und RS485 zur Verfügung, eine IP-basierende Kommunikation ist nicht möglich. Serielle Funkmodems lassen sich daher nicht in gängige Netzwerkmanagement Systeme (z.B. SNMP) einbinden, herstellerabhängig werden vereinzelt propritäre NMS –Systeme angeboten.

Die max. OTA (over the air) Übertragungsrate beträgt 19.200 bit/s bei einer Kanalabstand von 25 KHz, bei 12,5 KHz Kanalabstand beträgt die max. Übertragungsrate nur 9.600 bit/s.  Wird zur Übertragungssicherheit FEC (Forward Error Correction) aktiviert, verringert sich die Übertragungsrate entsprechend. Die effektive Übertragungsgeschwindigkeit kann dann wesentlich unter diesen Werten liegen.

Die Bedienung von seriellen Funkmodems ist schon auf Grund der eingeschränkten Funktionalität denkbar einfach und als Displaymenü, über die RS232 Schnittstelle ausgegebenes Menü oder mittels spezieller Konfigurationssoftware realisiert. Eine Fernkonfiguration ist bei fast allen Typen nicht möglich.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat sich zu Gunsten multifunktionaler Funkrouter verschoben. Der Markt bietet heute zum fast gleichen Preis hochmoderne Systeme, die keine Wünsche offen lassen und neben serieller Kommunikation auch IP-basierende Verbindungen zulassen. Der Einsatz von reinen seriellen Funkmodems ist nur mehr dann gerechtfertigt, wenn deren Einsatz aus technischen Gründen unumgänglich ist, der Preisunterschied spielt keine Rolle mehr.


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